STEINBOCK, das zehnte Zeichen im Tierkreis (Sonneneintritt am 21.12. um 17:27 Uhr) zeichnet sich durch seine Leistungsbereitschaft, Fleiß und ordnungsliebende Art aus. Steinbock zählt zu den kardinalen Erdzeichen und sein Herrscherplanet ist SATURN. Es ist auch die Zeit der Wintersonnenwende, der Beginn des astronomischen Winters. Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht.

Die Dynamik kardinal bedeutet, dass ein Steinbock und erdbetonter Mensch seine Ziele mit Ausdauer und Beharrlichkeit verfolgt. Er wird innerlich von einer Leidenschaft bewegt, etwas zu schaffen. Er braucht niemanden, der ihm sagt, was zu tun ist. Er weiß, was zu tun ist und hat den Überblick. Kein Weg ist ihm zu beschwerlich. Ordnung und Planung sind die Basis für ein Gefühl, aus seiner Mitte heraus handeln zu können. Arbeiten, wo Erfolge sichtbar gemacht werden, das Thema Nachhaltigkeit ist ihm ein großes Anliegen.

Steinböcke können es gar nicht leiden, einfach so in den Tag hinein zu leben und gar keinen Plan zu haben. Es ist ihnen wichtig, immer neue Aufgaben, neue Ziele und neue Verpflichtungen zu haben und so ihren Fleiß unter Beweis zu stellen. Auch wenn ein Steinbock Lob ablehnt, so braucht auch er Lob für seine besonders gute Leistung. Haben sie doch stets das Gefühl, etwas Besonderes leisten zu müssen und setzen sich dadurch auch selbst oft unter Druck. Den Ausdruck  „ICH MUSS“ nimmt ein Steinbock-Geborener sehr persönlich und leistet dadurch enorm viel. Es sind Menschen, die mit beiden Beinen voll im Leben stehen.

RECHTE – PFLICHTEN UND GESETZE

Rechte und Gesetze sind ihm vertraut wie seine Westentasche, damit kennt er sich aus und oft ist es auch so, dass er sich an Vorschriften klammert und dadurch wenig eigener Spielraum übrig bleibt. Er kennt sich mit allen praktischen Dingen aus, und wenn er es nicht in die Wiege gelegt bekommen hat, dann holt er sich Anleitungen und Informationen. Er ist Meister im „Das mache ich schon“.
Charaktereigenschaften, wie Konzentration, Geduld, Ausdauer, Realitätsbewusstsein und Gründlichkeit sind bei Steinböcken sehr groß geschrieben.

Spontaneität und plötzliche Richtungswechsel stehen weniger auf seinem Plan. Durch seine Gründlichkeit, seinen Ehrgeiz und sein Pflichtgefühl gelingt es dem Steinbock immer wieder, den Weg nach oben und die Karriereleiter hinaufzuklettern. Kein karstiger Berggipfel ist ihm zu schwer. Er würde nie sagen, dass kann ich nicht, dies oder jenes ist mir zu schwer. Der Steinbock vertieft sich mit Leidenschaft in seine Arbeit oder Aufgabe.

EINE SCHULTER ZUM ANLEHNEN?

Der Steinbock hat gern alles unter Kontrolle, natürlich auch die Gefühlswelt. So wird Steinbock-Geborenen oft nachgesagt, sie seien sehr erdig und eher eine kühle Natur. Doch Vorsicht, hinter einer rauen Schale steckt oft ein sehr weicher Kern. Im Normalfall verlässt sich ein Steinbock nicht auf andere, sondern nur auf sich selbst. Es liegt auf der Hand, dass sie eigenständige, kräftige und drahtige Naturen sind, die zudem Sicherheit und Stabilität brauchen, aber auch ausstrahlen und anderen geben können. Ein Steinbock-Mensch ist ein Mensch, an den man sich gern anlehnen möchte. Er ist da und man kann sich auf ihm verlassen. Die Strenge und Disziplin, die der Steinbock sich selber abverlangt, erwartet er dann allerdings auch in einer Beziehung.

WIE KANN ICH MEIN LEBEN ERLEICHTERN?

Der Steinbock darf nicht in Kontrollzwang und Starre abrutschen, sondern soll auch das im Horoskop gegenüberliegende Zeichen KREBS in sein Leben integrieren, da heißt es Gefühle zeigen, zulassen und einmal den Realitätssinn durch die Augen des Einfühlungsvermögens betrachten. Eine Aufgabe des Steinbock-Geborenen ist es, sich den Meinungen anderer Menschen zu öffnen, so kann er zu ungewöhnlicher Weisheit gelangen. Vielleicht sich manchmal auch einfach treiben lassen. Ordnungsliebe darf auch einmal anders sein und damit wird sie auch wieder interessant.

Seine Aufgabe ist es, die Kräfte dieser Welt auf hohe Ziele zu konzentrieren und über das Materielle hinaus zu denken. Und er muss sich auch den Freuden des Leben öffnen, sonst besteht die große Gefahr emotionaler Verhärtung, die dann in Form von Schwermut auf in zurückfällt.

Herzlichst Barbara

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